Wie du deine Mission findest

Kürzlich hatte ich mit einer Frau einen kurzen Austausch. Sie erzählte mir, dass sie schon seit vielen Jahren nach ihrer Mission sucht.

Diese Frage begegnet mir immer wieder, besonders bei feinfühligen und spirituellen Frauen:

Was ist eigentlich meine Aufgabe? Wofür bin ich hier?

Auch ich habe sehr lange nach meiner Mission gesucht. Bis ich irgendwann begriff, dass ich sie gar nicht finden musste.

Ich wusste, dass ich eine Mission zu erfüllen hatte

Als ich mit 25 Jahren eine Nahtoderfahrung machte, nahm ich eine Stimme wahr, die mir sagte, dass es noch nicht an der Zeit sei zu gehen. Ich könne in meinen Körper zurückkehren, weil ich noch eine Mission zu erfüllen hätte.

Viele Jahre habe ich diese Erfahrung verdrängt. Ich wusste nicht, was mir da wirklich passiert war.

Doch dieser Satz war da.

Du hast noch eine Mission zu erfüllen.

Und irgendwann begann meine Suche.

Was ist meine Mission? Was soll ich hier tun? Was ist meine Aufgabe?

Es tat lange Zeit weh, darauf keine Antwort zu finden. Meine tiefe Sehnsucht, es endlich zu verstehen, hat mich viele Jahre angetrieben.

Bis ich in der Arbeit mit einem Coach mein Leben noch einmal rückwärts aufrollte.

Und plötzlich erkannte ich einen roten Faden.

Ich musste meine Mission nicht finden

Meine Kindheit, meine Jugend, mein Elternhaus, meine tiefen Verletzungen, meine körperlichen Erfahrungen und auch mein Anderssein ergaben auf einmal ein anderes Bild.

Als Mädchen nicht wirklich gewollt zu sein. Meine Sicht auf Situationen und Ereignisse, die häufig überhaupt nicht zu dem passte, was meine Familie dachte. Die Erkrankungen, die ich selbst erlebte. Mein ständiges Hinterfragen.

Plötzlich verstand ich:

Ich muss meine Mission nicht FINDEN. Ich bin schon auf dem Weg meiner Mission.

Ich begann, meine Erfahrungen mit anderen Augen zu betrachten.

Ich glaube heute, dass gerade in unseren Lernaufgaben und auch in den Erfahrungen, die uns besonders herausfordern, ein großer Schatz verborgen sein kann.

Nicht unbedingt, während wir mittendrin stecken. Da fühlt es sich häufig einfach nur beschissen an.

Doch später können daraus Fähigkeiten, Erkenntnisse und eine Tiefe entstehen, die wir ohne diese Erfahrungen vielleicht niemals entwickelt hätten.

Mein tiefster Schmerz wurde auch zu meinem Schatz

Ich habe irgendwann einen Satz gelesen, der mich sehr berührt hat:

„In deinem tiefsten Schmerz und in dem, was du liebst, liegt dein größter Schatz und auch deine Mission.“

Genau das konnte ich in meinem eigenen Leben erkennen.

Schon als Kind rebellierte ich gegen vieles, was ich tun SOLLTE.

Ich hinterfragte fast alles und machte häufig genau das Gegenteil von dem, was andere machten. Nicht unbedingt, weil das besonders vernünftig war. 😄 Ich wollte meine eigenen Erfahrungen machen.

Natürlich hat mir das auch einiges an Ärger und Strafen eingebrockt.

Ich las Abenteuerbücher und entwickelte irgendwann den Glaubenssatz:

„Was mich nicht umbringt, macht mich nur noch härter.“

Ich wollte niemandem meine Tränen zeigen und verbot mir Gefühle, die ich damals als Schwäche empfand.

In der Schule wurde ich zur Außenseiterin. Ich spielte den Clown, um trotzdem dazuzugehören.

Und gleichzeitig entwickelte ich meinen eigenen Kopf.

Ich lernte, gegen den Strom zu schwimmen. Ich schaute mir Probleme von unterschiedlichen Seiten an und suchte nach Lösungen, wenn andere längst überzeugt waren, dass es keine gab.

Damals hätte ich das vermutlich kaum als „Fähigkeit“ bezeichnet.

Heute weiß ich, wie wichtig genau diese Fähigkeit für meine Arbeit mit Menschen geworden ist.

Was für dich normal ist, kann für einen anderen Menschen ein Geschenk sein

Das ist etwas, das ich bei vielen Frauen beobachte.

Sie besitzen Fähigkeiten, die ihnen vollkommen selbstverständlich vorkommen.

Eine Frau spürt sehr fein, was bei einem anderen Menschen los ist.

Eine andere erkennt Zusammenhänge, die niemand sonst sieht.

Eine kann unglaublich gut zuhören.

Eine andere nimmt Energien wahr, hat eine ausgeprägte Intuition oder weiß manchmal Dinge, ohne erklären zu können, woher sie dieses Wissen hat.

Und dann sagt sie:

„Aber das ist doch nichts Besonderes.“

Doch. Für dich vielleicht nicht.

Weil du diese Fähigkeit schon so lange besitzt.

Für einen anderen Menschen kann genau das unglaublich wertvoll sein.

Viele Frauen haben allerdings schon früh gelernt, diese Fähigkeiten zurückzuhalten. Weil sie dafür belächelt wurden. Weil niemand sie verstand. Weil sie als zu sensibel, zu verträumt, zu anstrengend oder einfach als „anders“ galten.

Also passen sie sich an.

Und irgendwann wissen sie selbst nicht mehr, was eigentlich in ihnen steckt.

Willst du wirklich immer mit der Herde laufen?

Natürlich wollen wir dazugehören.

Wir möchten Anerkennung bekommen und nicht ständig anecken.

Doch wenn du dein ganzes Leben damit verbringst, dich danach zu richten, was deine Familie, dein Umfeld oder die Gesellschaft von dir erwartet, zahlst du dafür möglicherweise einen ziemlich hohen Preis:

Du verlierst den Kontakt zu dem, was dich einzigartig macht.

Und genau dort können Fähigkeiten liegen, die du eigentlich mit anderen Menschen teilen könntest.

Für mich haben wir nicht alle dieselben Aufgaben und auch nicht dieselben Gaben.

Das wäre ja auch ziemlich langweilig.

Ich glaube, dass unsere Seele wachsen und sich verwirklichen möchte. Und dass sie etwas durch uns in diese Welt bringen möchte, das auch anderen Menschen dienen kann.

Genau darin liegt für mich ein wesentlicher Teil unserer Seelenaufgabe.

Und darfst du damit auch Geld verdienen?

Jetzt kommt ein Punkt, an dem es bei vielen Frauen plötzlich schwierig wird.

Denn selbst wenn sie ihre Fähigkeiten langsam erkennen, kommt sofort der nächste Gedanke:

„Dafür kann ich doch kein Geld nehmen.“

Warum eigentlich nicht?

Ich habe früher genauso gedacht.

Meine Berufung sollte ein Hobby bleiben. Was mir Freude machte und mir leichtfiel, erschien mir nicht wie etwas, wofür ich Geld verlangen durfte.

Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich meinen Lebensunterhalt selbst verdienen musste und mich nicht mehr auf das sichere Nest meiner Ehe verlassen konnte.

Plötzlich musste ich genau das, was ich gut konnte, auch gegen Geld anbieten.

Und das war für mich ein Lernprozess.

Ein guter Freund öffnete mir damals die Augen. Sinngemäß sagte er zu mir:

Ein Mann, der eine Dienstleistung anbietet, macht sich meistens überhaupt keine Gedanken darüber, ob er dafür Geld nehmen darf. Er muss schließlich seinen Lebensunterhalt verdienen.

Warum sollte das bei einer Frau anders sein?

Diese Frage hat bei mir etwas verändert.

Arbeit darf auch Freude machen

Wir haben über Generationen gelernt, Arbeit auf eine bestimmte Weise zu betrachten:

Du lernst etwas Vernünftiges, gehst arbeiten, erfüllst die Erwartungen, bekommst dafür am Monatsende dein Geld – und ob dir das, was du einen großen Teil deines Lebens tust, Freude macht, ist eher zweitrangig.

Aber warum eigentlich?

Für mich gehört zu einer neuen Zeit auch ein anderes Verständnis von Arbeit.

Was kann ich wirklich gut?

Was macht mir Freude?

Was davon kann für andere Menschen hilfreich oder wertvoll sein?

Und wie kann ich daraus etwas entwickeln, mit dem ich auch meinen Lebensunterhalt verdienen kann?

Das bedeutet nicht, dass jeder morgen seinen Job kündigen und Coach werden soll.

Aber ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen überhaupt anfangen, ihre eigenen Fähigkeiten ernst zu nehmen.

Denn ausgerechnet das, was dir leichtfällt, kann etwas sein, wonach ein anderer Mensch schon lange sucht.

Deine Erfahrungen können dir Hinweise auf deine Mission geben

Wenn du dich fragst, was deine Mission ist, dann suche nicht nur irgendwo im Außen nach der großen Antwort.

Schau einmal auf dein eigenes Leben.

Was hast du aus den schwierigen Erfahrungen deines Lebens gelernt?

Welche Fähigkeiten sind gerade dadurch in dir gewachsen?

Was kannst du besonders gut, obwohl es dir vollkommen selbstverständlich erscheint?

Was liebst du wirklich?

Und wie könnte genau das einem anderen Menschen dienen?

Für mich waren diese Fragen entscheidend.

Heute sehe ich meine Aufgabe darin, Frauen dabei zu unterstützen, wieder in Verbindung mit sich selbst und ihrer Seele zu kommen, ihre Fähigkeiten zu erkennen und das, was in ihnen steckt, nicht länger kleinzumachen oder zurückzuhalten.

Meine große Vision dahinter hat sich bis heute nicht verändert:

Menschen kennen ihre Seelenaufgabe, leben ihre Fähigkeiten und bringen damit etwas in die Welt, das auch anderen dient.

Wie würde unsere Welt aussehen, wenn viel mehr Menschen das täten, was sie wirklich gut können und lieben, anstatt ihr Leben damit zu verbringen, nur das zu erfüllen, was von ihnen erwartet wird?

Der Seelenplan kann dir helfen, deinen roten Faden zu erkennen

Manchmal ist es gar nicht so leicht, diesen roten Faden im eigenen Leben selbst zu erkennen.

Wir stecken schließlich mittendrin.

Genau hier kann der Seelenplan einen anderen Blick auf das eigene Leben ermöglichen.

Er zeigt Lernaufgaben, Talente und Fähigkeiten und kann dir helfen, Zusammenhänge in deinem bisherigen Lebensweg zu erkennen.

Nicht, damit dir jemand sagt, was du jetzt gefälligst mit deinem Leben machen sollst.

Sondern damit du dich selbst vielleicht mit anderen Augen siehst.

Und erkennst:

Vielleicht musst auch du deine Mission gar nicht erst finden. Vielleicht bist du längst auf dem Weg.

Wenn du neugierig geworden bist, was dein eigener Seelenplan über deine Lernaufgaben, Talente, Fähigkeiten und deine Seelenaufgabe zeigt, findest du hier mehr über meine persönliche Seelenplan-Auswertung.

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