Wie du deinen Seelenweg findest
Stellst du dir auch manchmal die Frage:
Wie finde ich meinen Seelenweg?
Oder:
Wie kann ich sicher sein, dass ich auf dem richtigen Weg bin?
Diese Fragen wurden mir in den vergangenen Jahren immer wieder gestellt. Und ich glaube, wir suchen die Antwort darauf häufig an der falschen Stelle.
Wir schauen nach außen. Wir überlegen, was richtig oder falsch ist, fragen andere Menschen nach ihrer Meinung, suchen nach Zeichen oder versuchen mit dem Verstand herauszufinden, welche Entscheidung wir treffen sollen.
Doch der Weg deiner Seele ist für mich kein Weg, den du im Außen findest.
Der Weg deiner Seele ist ein innerer Weg.
Wir haben gelernt, uns am Außen zu orientieren
Von klein auf lernen wir, auf das zu reagieren, was um uns herum geschieht.
Wir sammeln Erfahrungen und speichern ab, was funktioniert und was nicht. Wir lernen, was von uns erwartet wird, wie wir uns verhalten müssen, um dazuzugehören, Anerkennung zu bekommen oder nicht anzuecken.
Und irgendwann folgen wir ganz selbstverständlich diesen vertrauten Wegen.
Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Unser Verstand greift auf das zurück, was er kennt. Doch genau das kann dazu führen, dass wir immer wieder ähnlich reagieren und uns irgendwann wie in einem Hamsterrad fühlen.
Wir ärgern uns über Situationen, denken darüber nach, reden mit anderen darüber, suchen nach Gründen, warum etwas nicht funktioniert und beschäftigen uns immer mehr mit dem, was wir eigentlich gar nicht wollen.
Und dabei entfernen wir uns immer weiter von uns selbst.
Vieles von dem, was du glaubst, hast du übernommen
Deine Persönlichkeit und dein Verstand kennen zunächst einmal das, was du bisher erfahren und gelernt hast.
Doch vieles davon stammt nicht einmal von dir.
Du hast Vorstellungen, Werte und Überzeugungen von den Menschen übernommen, mit denen du aufgewachsen bist. Du hast gelernt, was man tut und was man besser lässt. Was vernünftig ist. Was sich gehört. Wie du sein solltest, damit du gemocht und akzeptiert wirst.
Und wenn du dich hauptsächlich daran orientierst, was andere von dir erwarten, kann etwas Entscheidendes verloren gehen:
dein Gespür dafür, was für dich selbst wahr und stimmig ist.
Du erfüllst Erwartungen und bemerkst vielleicht irgendwann gar nicht mehr, welche Bedürfnisse du selbst hast.
Genau hier beginnt für mich der Seelenweg.
Der Weg deiner Seele führt von außen nach innen
Wenn du deinen Seelenweg gehen möchtest, braucht es irgendwann diesen inneren Schalter.
Weg von der ständigen Orientierung am Außen und hin zu dir.
Was fühle ich?
Was brauche ich?
Was tut mir gut?
Was fühlt sich stimmig an?
Was macht mich lebendig?
Was zieht mich immer wieder an?
Und was tue ich vielleicht nur deshalb, weil ich glaube, dass ich es tun müsste?
Das bedeutet nicht, dass wir das Außen ignorieren oder unseren Verstand abschalten sollen. Aber wir können lernen, neben dem Verstand noch eine andere Stimme wahrzunehmen.
Die Stimme unserer Seele.
Deine Seele hat einen Plan für dich
Ich glaube daran, dass unsere Seele nicht zufällig hier ist.
Sie möchte sich durch uns in dieser Welt ausdrücken. Sie bringt Talente und Fähigkeiten mit, die wir entfalten und leben können. Und sie möchte Erfahrungen machen, durch die wir wachsen.
Unser Verstand bewertet diese Erfahrungen gern als gut oder schlecht, richtig oder falsch, Erfolg oder Misserfolg.
Die Seele bewertet anders.
Manches, was ich in meinem Leben zunächst als Krise, Scheitern oder sogar Katastrophe empfunden habe, konnte ich Jahre später mit völlig anderen Augen sehen.
Plötzlich erkannte ich, was dadurch überhaupt erst möglich geworden war.
Dein Körper kann zum Sprachrohr deiner Seele werden
Wenn wir uns ständig am Außen orientieren und nur noch funktionieren, überhören wir unsere inneren Impulse leicht.
Doch sie verschwinden deshalb nicht.
Für mich spricht die Seele auch über Gefühle und über den Körper. Deshalb sage ich schon lange:
Der Körper ist das Sprachrohr der Seele.
Das bedeutet für mich nicht, dass jedes körperliche Symptom eine einfache seelische Ursache hat. So einfach ist der Mensch nicht.
Aber mein Körper hat mir in meinem Leben immer wieder sehr deutlich gezeigt, wenn etwas nicht mehr stimmig war. Oft lange bevor mein Verstand bereit war, es zuzugeben.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur zu fragen:
Wie bekomme ich das weg?
Sondern manchmal auch:
Was nehme ich gerade nicht wahr? Was brauche ich? Und wo lebe ich vielleicht gegen meine eigene Wahrheit?
Meine Seele musste ziemlich laut werden
Ich selbst habe meinen Weg nicht gefunden, weil ich eines Morgens plötzlich wusste, was meine Seelenaufgabe ist.
Mein Weg war ein Prozess.
Nach der Geburt meiner drei Kinder fiel ich in eine tiefe Depression. Äußerlich hatte ich eigentlich alles, was man sich für ein glückliches Leben wünschen konnte:
einen liebevollen Ehemann, ein großes Haus, gesunde Kinder, gute Freunde und finanzielle Sicherheit.
Ich hätte glücklich sein müssen.
War ich aber nicht.
Ich war kreuzunglücklich und konnte damals nicht einmal erklären, warum.
Genau das war für mich so schwer zu verstehen. Im Außen gab es scheinbar keinen Grund dafür.
Und trotzdem wusste etwas in mir: Das kann noch nicht alles gewesen sein.
Ich wusste, dass es mehr geben musste
Durch meine Nahtoderfahrung wusste ich bereits, dass es für mich mehr gibt als das, was wir mit unseren äußeren Sinnen wahrnehmen können.
Ich hatte dort etwas erlebt, das mich tief geprägt hatte.
Und so begann ich irgendwann, mich nicht mehr nur mit meinem äußeren Leben zu beschäftigen, sondern meine Aufmerksamkeit nach innen zu richten.
Rückblickend lag genau darin ein großes Geschenk dieser schweren Zeit.
Yoga wurde mein Kompass
Einer der ersten Wege, die sich für mich öffneten, war Yoga.
Yoga wurde zu meinem Kompass auf dem Weg zu mir selbst und zu meiner Wahrheit.
Die Philosophie des Yoga war damals für mich eine Offenbarung. Zum ersten Mal bekam ich Antworten auf Fragen, die mich schon lange beschäftigten.
Ich begann Yoga zu praktizieren, meditierte, reflektierte mich selbst, besuchte Seminare und machte Aus- und Weiterbildungen.
Und immer wieder öffnete sich eine neue Tür.
Nicht, weil ich vorher wusste, wohin der Weg führen würde.
Sondern weil ich dem nächsten inneren Impuls folgte.
Deine Talente sind Teil deines Seelenweges
Ein wichtiger Teil des Seelenweges sind für mich auch unsere Talente und Fähigkeiten.
Denn was geschieht mit dir, wenn du etwas tust, was du wirklich gut kannst?
Wie fühlst du dich, wenn genau das, was dir vielleicht sogar leichtfällt, für einen anderen Menschen eine Bereicherung ist?
Wie geht es dir, wenn du etwas tust, das für dich stimmig ist, ohne ständig andere zu fragen, ob sie das auch gut finden?
Oft sind gerade die Fähigkeiten, die uns selbst so selbstverständlich erscheinen, ein wichtiger Hinweis.
Wir halten sie für nichts Besonderes, weil sie für uns normal sind.
Für einen anderen Menschen können sie jedoch unglaublich wertvoll sein.
Freude kann dir den Weg zeigen
Für mich ist Freude deshalb ein wichtiger Wegweiser geworden.
Nicht im Sinne von: Das Leben muss immer leicht sein und sobald etwas anstrengend wird, bin ich auf dem falschen Weg.
Auch mein Seelenweg war alles andere als ein Spaziergang.
Aber ich habe erlebt, dass sich etwas verändert, wenn ich meiner inneren Wahrheit folge.
Ich fühle mich lebendiger. Stimmiger. Mehr bei mir.
Und genau das ist für mich ein Hinweis darauf, dass ich meinem eigenen Weg folge und nicht mehr ausschließlich dem Weg, den andere für mich vorgesehen haben.
Die Neue Zeit braucht ein anderes Bewusstsein
Ich glaube, dass wir in einer Neuen Zeit leben, in der viele Menschen beginnen, ihre bisherigen Vorstellungen vom Leben zu hinterfragen.
Es reicht ihnen nicht mehr, einfach nur zu funktionieren, Erwartungen zu erfüllen und den vorgegebenen Weg zu gehen.
Immer mehr Menschen spüren:
Da ist noch etwas anderes in mir.
Etwas, das gelebt werden möchte.
Für mich bedeutet Bewusstseinserweiterung deshalb nicht, immer mehr Wissen anzuhäufen. Es bedeutet auch, unsere Wahrnehmung wieder nach innen zu richten.
Unsere Gefühle wahrzunehmen.
Unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Unsere Intuition wiederzuentdecken.
Unseren Körper bewusster zu spüren.
Und dadurch wieder Zugang zu einer Weisheit zu bekommen, die der Verstand allein nicht liefern kann.
Du musst nicht alles verstehen
Eine der wichtigsten Lektionen auf meinem eigenen Seelenweg war, dass ich nicht alles sofort verstehen muss.
Vieles in meinem Leben ergab erst im Nachhinein einen Sinn.
Krisen, gegen die ich mich zunächst gewehrt hatte, wurden zu Wendepunkten. Entscheidungen, vor denen ich Angst hatte, öffneten neue Türen. Und manchmal führte mich ein innerer Impuls irgendwohin, obwohl mein Verstand überhaupt nicht wusste, warum.
Heute vertraue ich dieser inneren Führung sehr viel mehr.
Ich muss den gesamten Weg nicht sehen.
Es reicht, den nächsten Schritt wahrzunehmen.
Vielleicht bist du deinem Seelenweg näher, als du denkst
Wenn du also gerade deinen Seelenweg suchst, würde ich dich nicht als Erstes fragen:
Was solltest du tun?
Ich würde dich etwas anderes fragen:
Wo in deinem Leben fühlst du dich wirklich lebendig?
Was kannst du besonders gut, obwohl es dir selbst vielleicht völlig selbstverständlich erscheint?
Was zieht dich schon seit Jahren immer wieder an?
Welche Erfahrungen haben dich geprägt und welche Fähigkeiten sind gerade dadurch in dir gewachsen?
Und wo spürst du schon länger, dass etwas nicht mehr zu dir passt?
Vielleicht musst du deinen Seelenweg nicht irgendwo finden.
Vielleicht geht es vielmehr darum, wieder zu lernen, dich selbst zu hören.
Denn deine Seele spricht längst mit dir.
Die Frage ist nur, ob du ihr zuhörst.
Wenn du deinen eigenen roten Faden klarer erkennen möchtest, kann dir dein Seelenplan eine weitere Perspektive eröffnen. Er zeigt dir deine Lernaufgaben, Talente und Fähigkeiten und kann dir helfen, Zusammenhänge in deinem bisherigen Lebensweg besser zu verstehen.
Hier erfährst du mehr über meine persönliche Seelenplan-Auswertung.