Blasenschwäche: Was mir wirklich geholfen hat
Mit Anfang 30 erklärte mir mein Gynäkologe, dass meine Gebärmutter abgesunken sei und ich sie nach drei Kindern doch entfernen lassen könnte.
Blasenschwäche und Organsenkung waren damals für mich ein großes Problem. Doch dass ich deshalb meine Gebärmutter verlieren sollte, wollte ich einfach nicht akzeptieren.
Ich weiß noch, wie entsetzt ich damals war. Meine Gebärmutter entfernen lassen? In diesem Alter? Das kam für mich überhaupt nicht infrage!
Dabei ging es mir zu dieser Zeit wirklich nicht gut. Nach der Geburt meiner drei Söhne, besonders nach der Geburt meines Jüngsten, hatte ich zunehmend Probleme mit meiner Blase. Wenn ich meinen Sohn auf dem Arm trug, mit dem Wäschekorb die Treppe hinaufging oder kräftig husten oder niesen musste, verlor ich Urin.
Ich trug ständig Vorlagen und hatte immer die Sorge, dass andere Menschen etwas bemerken oder sogar riechen könnten. Dazu kamen heftige Schmerzen im unteren Rücken und im Iliosakralgelenk, die mir manchmal sogar nachts den Schlaf raubten.
Mein Körper fühlte sich im unteren Bereich vollkommen instabil an. Manchmal hatte ich regelrecht das Gefühl, dass meine Organe nach unten herausfallen könnten.
Und dann dieser ärztliche Vorschlag!
Ich hatte schon einiges ausprobiert
Natürlich hatte ich nach den Geburten Beckenbodengymnastik gemacht. Ich besuchte entsprechende Kurse, ließ mich physiotherapeutisch behandeln und suchte nach Möglichkeiten, meine Beschwerden zu verbessern.
Doch so richtig half mir das alles nicht.
Eine Freundin empfahl mir schließlich einen Osteopathen. Nach seinen Behandlungen ging es meinem Rücken tatsächlich besser, allerdings hielt die Erleichterung nie besonders lange an. Schon bald waren die Schmerzen wieder da und ich machte mich erneut auf den Weg zu ihm.
Fast zwei Jahre lang fuhr ich regelmäßig zur Behandlung. Die Fahrten waren weit, die Termine kosteten Zeit und Geld, und irgendwann fragte ich mich, ob ich denn nun mein Leben lang darauf angewiesen sein sollte, dass jemand mein Becken wieder in Ordnung brachte.
Die Blasenschwäche war ohnehin geblieben.
Irgendwann erzählte mir eine Freundin von einer Weiterbildung, in der eine besondere Technik zur Aktivierung der tiefen Beckenmuskulatur vermittelt wurde.
Ich war zunächst skeptisch. Schließlich hatte ich schon so viel ausprobiert. Was sollte daran jetzt anders sein?
Aber meine Neugier war größer und ich meldete mich an.
Eine Entdeckung, die für mich alles veränderte
In dieser Weiterbildung lernte ich etwas kennen, das mich unglaublich faszinierte.
Bis dahin hatte ich mich beim Beckenbodentraining hauptsächlich darauf konzentriert, bestimmte Muskeln anzuspannen und wieder loszulassen. Jetzt lernte ich, meine tiefe Beckenmuskulatur ganz bewusst wahrzunehmen und gezielt zu aktivieren.
Und plötzlich verstand ich, dass diese Muskulatur viel mehr kann, als ich bisher angenommen hatte.
Sie ist mit der tiefen Bauch-, Rücken- und Beinmuskulatur verbunden. Diese Muskelgruppen arbeiten wie ineinandergreifende Zahnräder zusammen und bilden ein kraftvolles Netzwerk, das unseren Körper bei der Aufrichtung unterstützt und der Schwerkraft entgegenwirkt.
Besonders faszinierte mich, welche Bedeutung die tiefe Beckenmuskulatur für den Halt unserer inneren Organe hat.
Ich begann zu üben und war erstaunt, wie sich mein Körper dabei anfühlte. Es war, als würde ich von innen heraus aufgerichtet. Ich spürte plötzlich Muskeln, von denen ich vorher kaum wusste, dass ich sie überhaupt gezielt einsetzen konnte.
Dieses Gefühl von innerem Halt hatte ich lange vermisst.
Natürlich war damit nicht von heute auf morgen alles verschwunden. Doch ich übte regelmäßig weiter, integrierte die neue Technik in meine alltäglichen Bewegungen und bemerkte, wie sich mein Körper zunehmend veränderte.
Meine Rückenschmerzen ließen nach, ich fühlte mich stabiler und auch meine Blase hielt immer zuverlässiger dicht.
Ein halbes Jahr später traute mein Gynäkologe seinen Augen kaum
Nach ungefähr sechs Monaten ging ich wieder zur gynäkologischen Untersuchung.
Mein Arzt kannte schließlich meinen früheren Befund und wusste, dass er mir damals zur Entfernung der Gebärmutter geraten hatte.
Diesmal sah die Sache ganz anders aus.
Er untersuchte mich und bestätigte mir ausdrücklich, dass von der zuvor diagnostizierten Gebärmuttersenkung nichts mehr zu sehen war. Auch meine Beckenmuskulatur hatte sich deutlich verändert.
Ich war überglücklich!
Nach all den Beschwerden, den vielen Behandlungen und der Angst, meine Gebärmutter verlieren zu müssen, hatte ich endlich etwas gefunden, das mir nachhaltig geholfen hatte.
Und das Schönste daran war für mich, dass ich selbst etwas dafür tun konnte.
Heute bin ich 65 Jahre alt, habe meine Gebärmutter immer noch und es ist alles in Ordnung.
Natürlich ist meine persönliche Erfahrung keine Garantie dafür, dass sich jede Organsenkung durch Training vollständig zurückbildet. Aber für mich war dieses Ergebnis damals so beeindruckend, dass ich unbedingt mehr über die Zusammenhänge erfahren wollte.
Was ich damals entdeckt hatte, ließ mich nicht mehr los
Ich beschäftigte mich in den folgenden Jahren immer intensiver mit der Anatomie und den funktionellen Zusammenhängen des Beckens.
Besonders die tiefe Beckenmuskulatur und ihre Verbindung zu den anderen Muskelgruppen faszinierten mich.
Ich erkannte, wie wichtig dieses Zusammenspiel für unsere Aufrichtung, unsere Beweglichkeit und die Stabilität des gesamten Körpers ist.
Und ich begann, das Gelernte in meinen Yogaunterricht einzubauen.
Dabei begegneten mir immer wieder Frauen, die ähnliche Beschwerden hatten wie ich damals. Frauen, die beim Husten oder Niesen Urin verloren, beim längeren Stehen einen unangenehmen Druck nach unten verspürten oder sich nach Geburten und in den Wechseljahren zunehmend instabil fühlten.
Viele erzählten mir, dass sie bereits Beckenbodengymnastik gemacht hatten, ohne eine wirkliche Veränderung zu bemerken.
Das konnte ich nur zu gut nachvollziehen.
Wenn ich ihnen dann zeigte, wie sie ihre tiefe Beckenmuskulatur bewusster wahrnehmen und aktivieren konnten, waren manche ganz erstaunt, was sie plötzlich in ihrem Körper spürten.
Besonders berührt hat mich immer wieder, wenn Frauen schon nach einigen Übungstagen berichteten, dass dieses unangenehme Gefühl, nach unten offen zu sein, deutlich nachgelassen hatte.
Genau solche Erfahrungen haben mich darin bestärkt, meine Arbeit immer weiterzuentwickeln.
Über viele Jahre habe ich daraus meine eigene Übungspraxis entwickelt und verfeinert, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Denn schließlich verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens nicht auf einer Yogamatte.
Aus meiner eigenen Erfahrung ist ein Onlinekurs entstanden
Irgendwann wollte ich dieses Wissen auch Frauen zugänglich machen, die nicht persönlich zu mir in einen Kurs kommen können.
So entstand mein Onlinekurs „Blasenschwäche und Organsenkungen verbessern“.
Darin zeige ich dir, wie du deine tiefe Beckenmuskulatur entdecken, gezielt aktivieren und mit der tiefen Bauch-, Rücken- und Beinmuskulatur in Verbindung bringen kannst.
Du erfährst, wie dieses kraftvolle Netzwerk zusammenarbeitet und wie du es bei deinen alltäglichen Bewegungen bewusst einsetzen kannst.
Mir ist dabei besonders wichtig, dass du verstehst und spürst, was du tust. Denn ich habe selbst erlebt, wie groß der Unterschied sein kann, wenn man endlich Zugang zu dieser tiefen Muskulatur findet.
Der Kurs besteht aus vier aufeinander aufbauenden Modulen mit verständlichen Erklärungen, angeleiteten Übungsvideos und ergänzenden Materialien. Du kannst bequem zu Hause üben, dir die Zeit selbst einteilen und die Übungen so oft wiederholen, wie du möchtest.
Der komplette Selbstlernkurs kostet einmalig 149 €.
Wenn du selbst unter Blasenschwäche leidest, eine Organsenkung festgestellt wurde oder du dieses unangenehme Gefühl kennst, dass dir im Becken der innere Halt fehlt, dann schau dir meinen Kurs gerne an.
Ich wünsche mir, dass noch viele Frauen entdecken, welche Möglichkeiten in ihrer tiefen Beckenmuskulatur stecken und wie viel sie selbst zu ihrem Wohlbefinden beitragen können.
Hier erfährst du mehr über meinen Selbstlernkurs „Blasenschwäche und Organsenkungen verbessern“ und kannst direkt beginnen.
Blasenschwäche und Organsenkung verbessern
Und wenn du dir bei den Übungen unsicher bist?
Wenn du nach einiger Zeit das Gefühl hast, dass du bei der Ausführung noch Unterstützung brauchst, kannst du eine persönliche Übungsbegleitung über Zoom mit mir dazubuchen. In diesen 45 Minuten schauen wir gemeinsam, wie du die tiefe Beckenmuskulatur aktivierst und wie du die Übungen für dich umsetzen kannst. Diese zusätzliche Begleitung ist selbstverständlich freiwillig.
Wichtig: Blasenschwäche und Organsenkungen können unterschiedliche Ursachen und Schweregrade haben. Lass Beschwerden ärztlich abklären und gegebenenfalls die für dich geeigneten Übungen individuell prüfen. Der Selbstlernkurs ersetzt keine medizinische Behandlung.