3 Schritte, wie du veränderst, was dich nervt

Kennst du das? Da gibt es etwas in deinem Leben, das dich immer wieder auf die Palme bringt.

Vielleicht sind es die Socken deiner Kinder, die ständig im Flur herumliegen. Oder du ärgerst dich über dich selbst, weil du abends schon wieder zur Schokolade gegriffen hast, obwohl du es eigentlich nicht wolltest.

Manchmal reicht auch ein einziger Satz von jemandem, und schon kocht es in dir.

Du hast dir hundertmal vorgenommen, dich nicht mehr darüber aufzuregen. Aber beim nächsten Mal passiert genau das Gleiche.

Warum eigentlich?

Und was kannst du tun, damit sich endlich etwas verändert?

Ich möchte dir heute drei Schritte zeigen, die dir helfen können, genauer hinzuschauen. Denn manchmal steckt hinter dem, was uns so furchtbar nervt, etwas ganz anderes, als wir zunächst glauben.

1. Finde heraus, was dich wirklich stört

Nimm dir eine Situation, die dich schon länger beschäftigt.

Vielleicht ärgerst du dich darüber, dass du abends immer wieder Süßigkeiten isst. Du weißt, dass dir weniger davon guttun würde. Trotzdem landest du regelmäßig vor dem Fernseher mit einer Tafel Schokolade.

Anschließend ärgerst du dich über dich selbst.

Jetzt könntest du natürlich versuchen, noch disziplinierter zu werden. Die Schokolade aus dem Haus verbannen oder dir zum hundertsten Mal vornehmen, ab morgen alles anders zu machen.

Aber bevor du das tust, stelle dir drei Fragen:

Wo kämpfe ich gerade?

Was versuche ich zu vermeiden?

Woran halte ich fest?

Bleiben wir bei der Schokolade.

Vielleicht kämpfst du mit deinem Gewicht und deinem Aussehen. Du bist unzufrieden mit deinem Körper und machst dir ständig Vorwürfe.

Was möchtest du vermeiden?

Möglicherweise möchtest du abends einfach nicht mehr darüber nachdenken, wie anstrengend dein Tag war. Du hast funktioniert, dich um alles gekümmert und hattest kaum eine Minute für dich.

Jetzt möchtest du wenigstens etwas Schönes haben.

Und woran hältst du fest?

Vielleicht an der Gewohnheit, immer zuerst alles für andere zu erledigen. An dem Gedanken, dass du dir eine Pause erst verdienen musst, wenn die Arbeit geschafft ist.

Das muss bei dir natürlich ganz anders sein. Entscheidend ist, dass du deine eigene Antwort findest.

Denn plötzlich geht es um viel mehr als um Schokolade.

2. Schau dir deine Gefühle und Bedürfnisse an

Wenn uns etwas immer wieder aufregt, lohnt es sich, genauer hinzuspüren.

Was empfindest du eigentlich in dieser Situation?

Ärger? Enttäuschung? Traurigkeit? Hilflosigkeit?

Und was wünschst du dir stattdessen?

Vielleicht mehr Ruhe. Mehr Zeit für dich. Anerkennung für das, was du täglich leistest. Oder einfach mal einen Abend, an dem niemand etwas von dir möchte.

Viele von uns haben früh gelernt, unangenehme Gefühle wegzuschieben.

Wir reißen uns zusammen, machen weiter und versuchen, alles im Griff zu behalten.

Aber dadurch verschwinden unsere Bedürfnisse nicht.

Sie melden sich irgendwann wieder. Manchmal als Gereiztheit, manchmal als Frust und manchmal durch Gewohnheiten, die wir eigentlich längst verändern wollten.

Ich sehe solche Situationen gerne als Einladung, wieder mit mir selbst in Kontakt zu kommen.

Auch unser Ego spielt dabei eine Rolle. Es versucht oft, uns vor unangenehmen Erfahrungen zu schützen. Wir kämpfen gegen etwas an, halten am Vertrauten fest oder gehen dem aus dem Weg, was wir lieber nicht fühlen möchten.

Das zu erkennen, kann schon viel verändern.

3. Gib deinen Gefühlen Raum und kümmere dich um deine Bedürfnisse

Jetzt kommt der Teil, der mir besonders am Herzen liegt.

Denn etwas zu erkennen ist das eine. Liebevoll damit umzugehen, ist oft eine ganz andere Geschichte.

Vielleicht hast du festgestellt, dass du dich erschöpft fühlst. Dass du dich nach mehr Freude sehnst oder dir schon lange selbst zu wenig Aufmerksamkeit schenkst.

Dann brauchst du nicht noch mehr Selbstvorwürfe.

Nimm dir einen Moment Zeit und schließe die Augen.

Spüre in dein Herz hinein.

Stell dir vor, das Gefühl, das dich gerade beschäftigt, würde als kleines Wesen vor dir stehen.

Wie sieht es aus?

Ist es traurig, wütend oder ängstlich?

Schau es dir in Ruhe an.

Vielleicht erinnert es dich an ein kleines Kind, das sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich gesehen zu werden.

In meiner Seelenarbeit verbinde ich mich in solchen Momenten bewusst mit der Liebe meiner Seele.

Du kannst dir vorstellen, wie ein warmes Licht in deinem Herzen entsteht.

Geh innerlich auf dieses Wesen zu. Nimm es in den Arm und lass es spüren, dass es willkommen ist.

Du musst das Gefühl nicht wegmachen.

Du darfst es erst einmal wahrnehmen und annehmen.

Bleibe einen Moment bei diesem Bild und spüre nach, was sich in dir verändert.

Manchmal wird es dadurch ruhiger. Manchmal zeigt sich auch erst, wie viel Traurigkeit oder Ärger sich angesammelt hat.

Beides darf sein.

Und dann?

Jetzt geht es darum, auch im Alltag etwas zu verändern.

Wenn du erkannt hast, dass dir Freude und Zeit für dich fehlen, dann überlege dir, wie du dir davon wieder etwas schenken kannst.

Was macht dir wirklich Freude?

Ein Spaziergang? Ein gutes Buch? Musik hören? Eine Stunde ganz für dich, ohne ständig erreichbar zu sein?

Schreib dir ein paar Dinge auf, die dir guttun.

Und dann nimm dir ganz bewusst Zeit dafür.

Es müssen keine großen Veränderungen sein. Oft beginnt es damit, dass du dich selbst wieder ernst nimmst.

Was ist mit den Dingen, die andere Menschen tun?

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen wir uns über andere ärgern.

Nehmen wir die herumliegenden Socken im Flur.

Vielleicht nerven dich gar nicht die Socken selbst. Vielleicht ärgert dich, dass du ständig hinter allen herräumen musst und das Gefühl hast, niemand sieht, wie viel du ohnehin schon machst.

Dann kann es helfen, dir dieses Bedürfnis bewusst zu machen.

Und anschließend darfst du es auch aussprechen.

Du musst nicht alles stillschweigend hinnehmen und nur an deiner inneren Einstellung arbeiten.

Manchmal verändert sich etwas, weil du anders mit dir selbst umgehst. Und manchmal braucht es ein klares Gespräch oder eine neue Vereinbarung.

Gerade wenn du etwas verändern möchtest, taucht oft die nächste Frage auf: Soll ich es wirklich ansprechen?

Soll ich etwas anders machen oder lieber alles lassen, wie es ist?

Wenn du dich mit solchen Fragen schwertust, findest du in meinem Artikel „Leichter Entscheidungen treffen“ drei Fragen, die dir helfen können, mehr Klarheit zu gewinnen.

Was dich nervt, kann dir etwas zeigen

Wenn du das nächste Mal merkst, dass dich etwas auf die Palme bringt, versuche einmal, nicht sofort zu reagieren.

Frag dich:

Wo kämpfe ich gerade? Was möchte ich vermeiden? Und woran halte ich fest?

Schau dann, welche Gefühle und Bedürfnisse sich dahinter verbergen.

Du wirst vielleicht feststellen, dass dich manche Dinge schon viel länger beschäftigen, als dir bewusst war.

Und manchmal steckt hinter einem scheinbar kleinen Ärgernis eine Frage, die du dir bisher noch gar nicht gestellt hast.

Ich finde, es lohnt sich, da genauer hinzuschauen.

Wenn dich eine Sache einfach nicht loslässt

Manchmal wissen wir längst, was uns nervt. Wir haben schon hundertmal darüber nachgedacht und uns vorgenommen, anders zu reagieren.

Trotzdem landen wir immer wieder an derselben Stelle.

Wenn du gerade bei einer bestimmten Situation festhängst und gerne einmal mit jemandem darüber sprechen möchtest, kannst du zu mir in KLARHEIT kommen.

In dieser persönlichen 60-minütigen Begleitung hast du Raum, alles auszusprechen, was dich beschäftigt.

Ich höre dir zu. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und entdecken möglicherweise eine Sichtweise, die du bisher noch gar nicht in Betracht gezogen hast.

Du musst dafür nichts vorbereiten.

Komm mit der einen Sache, bei der du gerade festhängst.

Hier erfährst du mehr über KLARHEIT 

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