Wenn dir der Boden unter den Füßen fehlt – Wie du wieder Vertrauen ins Leben findest

Vor einem Jahr stand ich vor einer Entscheidung, die mir alles andere als leichtgefallen ist.

Ich musste meine geliebte Insel Lanzarote verlassen und nach Deutschland zurückkehren, um mich zunächst einmal um meine Gesundheit zu kümmern.

Auf Lanzarote hatte ich mir ein Leben aufgebaut, in dem ich mich wohlfühlte. Ich liebte diese Insel, die Landschaft, das Licht und dieses besondere Gefühl, dort zu Hause zu sein.

Und plötzlich sollte ich all das hinter mir lassen.

Meine Wohnung, mein vertrautes Umfeld und vieles von dem, was ich mir über die Jahre geschaffen hatte. Ich konnte nur wenige Habseligkeiten mitnehmen und musste in Deutschland praktisch noch einmal von vorne anfangen.

Natürlich war mir klar, dass meine Gesundheit jetzt Vorrang hatte. Aber das machte den Abschied nicht leichter.

Ich wusste schließlich nicht, wie mein Leben in Deutschland aussehen würde. Wo ich wohnen würde, wie es mit meiner Arbeit weitergehen sollte und ob ich mich hier überhaupt wieder richtig zu Hause fühlen könnte.

Es war eine dieser Situationen, in denen einem das Leben den Boden unter den Füßen wegzieht und man sich fragt, wie es jetzt eigentlich weitergehen soll.

Solche Momente habe ich in meinem Leben schon öfter erlebt.

Es gab Zeiten, in denen ich verzweifelt war, nicht mehr weiterwusste und mir gewünscht hätte, jemand könnte mir sagen, wie alles ausgehen würde.

Und trotzdem habe ich mein Vertrauen ins Leben meistens erstaunlich schnell wiedergefunden.

Woher kommt dieses Vertrauen, wenn im Außen alles unsicher ist?

Wenn ich heute darüber nachdenke, dann hatte dieses Vertrauen viel damit zu tun, dass ich gelernt habe, mich immer wieder mit mir selbst und mit Mutter Erde zu verbinden.

Gerade dann, wenn mein Verstand am liebsten sämtliche möglichen Schwierigkeiten im Voraus durchgespielt hätte, half es mir, wieder in meinen Körper hineinzuspüren und mich daran zu erinnern, dass ich in meinem Leben schon so viele Herausforderungen gemeistert hatte.

Ich habe irgendwann begonnen, auch schwierige Veränderungen als einen weiteren Schritt auf meinem Lebensweg zu betrachten. Als Erfahrungen, an denen ich wachsen und durch die sich manchmal ganz neue Möglichkeiten zeigen können.

Das bedeutete natürlich nicht, dass ich plötzlich keine Sorgen mehr hatte oder jede Veränderung begeistert begrüßte.

Auch ich kenne diese Momente, in denen man am liebsten alles beim Alten lassen möchte, weil man wenigstens weiß, woran man ist.

Aber ich habe gelernt, dass ich nicht unbedingt wissen muss, wie die nächsten zehn Schritte aussehen. Oft reicht es, den nächsten zu gehen und darauf zu vertrauen, dass ich auch danach wieder eine Möglichkeit finden werde.

Und wenn ich mich heute in meiner Wohnung umschaue, muss ich manchmal selbst schmunzeln.

Ich habe wieder ein gemütliches Zuhause, Menschen in meinem Umfeld, auf die ich mich verlassen kann, und auch mein Unternehmen habe ich hier in Deutschland wieder erfolgreich aufgebaut.

Vor einem Jahr hätte ich mir vieles davon noch gar nicht vorstellen können.

Manchmal verlieren wir unseren Halt, obwohl in unserem eigenen Leben alles in Ordnung ist

In Gesprächen mit meinen Kundinnen begegnet mir noch eine ganz andere Form von Unsicherheit.

Viele Frauen erzählen mir, dass sie bewusst keine Nachrichten mehr anschauen und keine Zeitung lesen, weil sie sich lieber mit positiven Dingen beschäftigen möchten.

Das kann ich gut verstehen.

Nur ist es heute gar nicht so einfach, sich den beunruhigenden Nachrichten vollständig zu entziehen.

Da öffnest du morgens dein Handy, weil du eigentlich nur einer Freundin antworten möchtest. Dann schaust du kurz bei Facebook vorbei und schon erscheint ein Beitrag über die nächste Krise, eine politische Entscheidung oder irgendein Schreckensszenario.

Oder du triffst eine Bekannte, die dir ausführlich erzählt, wie schlimm angeblich alles werden wird.

Vielleicht sitzt du auch ganz gemütlich mit deiner Familie zusammen und plötzlich entwickelt sich ein Gespräch darüber, was uns in Zukunft noch alles bevorstehen könnte.

Und obwohl du dich mit diesen Dingen eigentlich gar nicht beschäftigen wolltest, merkst du irgendwann, dass deine Gedanken genau darum kreisen.

Du überlegst, was passieren könnte, machst dir Sorgen und spürst vielleicht sogar, wie du innerlich unruhig wirst.

Dabei ist in deinem eigenen Leben gerade überhaupt nichts passiert.

Du hast lediglich die Sorgen und Befürchtungen anderer Menschen aufgenommen und beschäftigst dich nun damit, als wären es deine eigenen Probleme.

Das ist mir selbst auch schon passiert.

Und irgendwann habe ich begonnen, mir eine Frage zu stellen, die mir bis heute hilft:

Ist das gerade wirklich meine Sorge? Oder habe ich sie von jemand anderem übernommen?

Allein diese Unterscheidung kann schon einiges verändern.

Denn natürlich dürfen wir uns Gedanken über das machen, was in der Welt geschieht. Wir können uns informieren, mitfühlen und dort handeln, wo wir tatsächlich etwas beeinflussen können.

Aber wir müssen nicht jede Angst, die uns begegnet, mit nach Hause nehmen und gedanklich den ganzen Tag mit uns herumtragen.

Was passiert, wenn wir uns innerlich nicht mehr sicher fühlen?

Vielleicht kennst du das: Du möchtest eigentlich entspannen, aber dein Kopf beschäftigt sich ständig mit irgendwelchen Möglichkeiten, die irgendwann eintreten könnten.

Du bist schneller gereizt, schläfst schlechter oder stellst fest, dass du selbst in schönen Momenten gedanklich ganz woanders bist.

Unser Körper reagiert auf Unsicherheit häufig mit Anspannung. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob wir gerade vor einer konkreten Herausforderung stehen oder uns gedanklich mit einer möglichen Gefahr beschäftigen.

Deshalb halte ich es für so wichtig, immer wieder bewusst wahrzunehmen, wie es uns eigentlich geht.

Bin ich gerade wirklich in Gefahr? Gibt es etwas, das ich jetzt tun kann? Oder beschäftigt mich mein Verstand mit einer Geschichte über die Zukunft, deren Ausgang niemand kennt?

Wenn ich merke, dass ich mich in solchen Gedanken verliere, hilft es mir, meine Aufmerksamkeit wieder auf meinen Körper zu lenken.

Und damit kommen wir zu einem Thema, das mich seit vielen Jahren begleitet: unserem Wurzelchakra.

Das Wurzelchakra – unsere Verbindung zur Erde und zum Leben

In der Chakrenlehre steht das Wurzelchakra für Sicherheit, Stabilität, Erdverbundenheit und Urvertrauen.

Es wird am unteren Ende der Wirbelsäule verortet und gilt als Grundlage unseres energetischen Systems.

Für mich hat dieses Chakra eine ganz besondere Bedeutung, weil es uns an etwas erinnert, das wir im Alltag leicht vergessen: Wir brauchen eine stabile Verbindung zu uns selbst, damit uns nicht jede Veränderung im Außen aus dem Gleichgewicht bringt.

Ich vergleiche das gerne mit einem großen Baum.

Wenn du einen alten, kräftigen Baum betrachtest, siehst du seinen Stamm, seine Äste und seine Blätter. Was du meistens nicht siehst, ist sein weit verzweigtes Wurzelsystem unter der Erde.

Dabei ist genau dieses Wurzelsystem entscheidend dafür, dass der Baum auch bei Wind und Wetter stehen bleiben kann.

Natürlich bewegt er sich im Sturm. Vielleicht verliert er Blätter oder sogar einen Ast. Aber seine Wurzeln geben ihm Halt und versorgen ihn gleichzeitig mit dem, was er zum Leben braucht.

Dieses Bild begleitet mich schon lange in meiner Meditation und Energiearbeit.

Denn auch wir können uns immer wieder bewusst mit unseren Wurzeln verbinden.

In meinem spirituellen Verständnis bedeutet das, die Verbindung zur nährenden Kraft von Mutter Erde wahrzunehmen und uns daran zu erinnern, dass wir ein Teil dieses großen Ganzen sind.

Wenn ich mich innerlich mit dieser Verbindung beschäftige, fällt es mir leichter, Abstand zu meinen Sorgen zu gewinnen und wieder Vertrauen zu spüren.

Eine kleine Übung, wenn deine Gedanken wieder einmal verrücktspielen

Vielleicht möchtest du das gleich einmal ausprobieren.

Setz dich bequem hin und stelle beide Füße auf den Boden. Spüre, wie deine Fußsohlen die Erde berühren und wie dein Körper von der Sitzfläche getragen wird.

Schließe die Augen, wenn es für dich angenehm ist, und lass deinen Atem ganz natürlich fließen.

Stell dir nun vor, dass aus deinen Füßen kräftige Wurzeln wachsen, die sich tief in der Erde verankern. Du kannst dir vorstellen, wie sie sich immer weiter ausbreiten und dich mit der Erde verbinden.

Bleib einige Minuten bei diesem Bild und beobachte, was du dabei wahrnimmst.

Vielleicht wird dein Atem ruhiger, deine Schultern entspannen sich oder deine Gedanken verlieren für einen Moment ihre Dringlichkeit.

Und wenn du merkst, dass dein Kopf schon wieder bei den Nachrichten von heute Morgen ist, dann bring deine Aufmerksamkeit einfach zurück zu deinen Füßen und deinen Wurzeln.

Du musst dabei nichts erreichen. Es geht darum, dir einen Moment Zeit zu nehmen und wieder bewusster zu spüren, wo du gerade bist.

Meine Wurzelchakra-Meditation als Geschenk für dich

Weil ich weiß, wie wohltuend diese bewusste Verbindung zur Erde sein kann, möchte ich dir eine meiner Wurzelchakra-Meditationen schenken.

Sie heißt „Finde Halt in deinen Wurzeln“ und dauert etwa 20 Minuten.

Ich begleite dich darin, deinen Körper wahrzunehmen, dich in deiner Vorstellung tief mit Mutter Erde zu verbinden und dich auf das Gefühl einzulassen, sicher, getragen und versorgt zu sein.

Du kannst die Meditation morgens machen, bevor du dich mit den Anforderungen des Tages beschäftigst, oder abends, wenn du zur Ruhe kommen möchtest.

Und natürlich auch immer dann, wenn du merkst, dass du dich von äußeren Ereignissen oder den Sorgen anderer Menschen aus deiner Mitte bringen lässt.

Hier kannst du dir meine kostenlose Wurzelchakra-Meditation holen:

 

Nach deiner Anmeldung erhältst du den Zugang per E-Mail und kannst die Meditation so oft wiederholen, wie du möchtest.

Was ich aus meiner Rückkehr nach Deutschland gelernt habe

Wenn ich heute auf meine Entscheidung zurückblicke, Lanzarote zu verlassen, dann bin ich dankbar, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

Ich hätte damals gerne gewusst, wie sich alles entwickeln würde. Es hätte mir vermutlich einige schlaflose Gedanken erspart.

Aber vielleicht hätte ich dann auch gar nicht so deutlich erfahren, wie viel Kraft und Vertrauen tatsächlich in mir stecken.

Heute weiß ich, dass ich wieder ein Zuhause schaffen kann, selbst wenn ich mein altes zurücklassen muss. Dass ich neue Menschen kennenlernen und neue Verbindungen aufbauen kann. Und dass mein Leben auch dann weitergeht, wenn es zunächst ganz anders aussieht, als ich es mir vorgestellt hatte.

Natürlich wünsche ich mir weiterhin schöne, leichte und friedliche Zeiten.

Aber ich weiß inzwischen auch, dass ich nicht auf perfekte äußere Umstände warten muss, um mich innerlich getragen zu fühlen.

Und wenn mir das einmal wieder schwerfällt, dann verbinde ich mich ganz bewusst mit meinen Wurzeln.

Vielleicht ist das auch etwas, das du für dich entdecken möchtest.