Dieser Blogartikel ist Teil des „Yoga-Blog Adventskalenders“, den Melanie Wagner von Ganzwunderbar.com

ins Leben gerufen hat! Ich freue mich sehr, dabei sein zu dürfen! Herzlichen Dank an Melanie Wagner für diese tolle Idee!

 

Wie du dein Verdauungsfeuer entfachst

In den letzten Wochen begegnen mir in meinen Yogakursen vermehrt Menschen, die meinen Rat bezüglich ihrer Verdauung möchten oder Probleme mit speziellen Organen haben, wie Leber, Galle, Magen und Darm.

Folgende Fragen sind mir begegnet:

  • Was kann ich gegen meine permanente Verstopfung tun?
  • Ich habe kleine Gallensteine, die öfter schmerzhafte Koliken verursachen. Gibt es Übungen, die mir helfen könnten?
  • Was kann ich selber bei häufigem Sodbrennen und Magendruck tun?
  • Vor 3 Monaten wurde bei mir „Alters-Diabetes“ festgestellt. Wie kann mir Yoga helfen?

In diesem Blog möchte ich auf wichtige Grundlagen und vielfältige Zusammenhänge eingehen, die mit dem Verdauungstrakt zusammenhängen!

Weiterhin möchte ich aufzeigen, wie Yoga das Verdauungsfeuer entfachen kann und warum gerade Yoga einen unglaublich reichen Schatz birgt, die Arbeit der Organe zu unterstützen!

Am Ende kannst du dir einen kostenfreien Mini-Kurs herunterladen, um deine Organe auf Kurs zu halten!
Dazu gibt es außerdem ein Gewinnspiel!

 

Symbolik der Verdauung

Allein das Wort „Verdauung“ gibt uns bereits einen Hinweis darauf, dass dieser Bereich dafür geschaffen wurde, nicht nur die grob-stoffliche Nahrung in unserem System zu verarbeiten, sondern auch das, was wir im Außen an äußeren Eindrücken aufnehmen.

Heutzutage werden wir im Alltag überflutet mit Reizen, die unser Nerven-,
Immun-, und vor allem unser Organsystem extrem belasten.

Wir können gar nicht so schnell die vielfältigen Informationen verwerten, die uns über die Medien, wie Zeitung, Internet, Fernsehen, Radio, Handys, überfluten.

Dazu kommen die vielfältigen Anforderungen des Alltags, die ebenfalls immer schneller erledigt werden müssen!

 

Gefühle verdauen

Wusstest du, dass diese Symptome oft damit zusammenhängen, wie du die Reize, die ständig über deine Sinne auf dich einströmen, sowie deine Gedanken und Gefühle innerlich verarbeitest?

Kein anderes System in unserem Körper lässt es uns so genau spüren, ob es gut oder schlecht funktioniert, wie das Verdauungssystem.

 

Volksmund ist weise

Dies besagen auch einige Sprichwörter wie: “

es liegt mir im Magen“,

„mir läuft die Galle über“,

„es kommt mir hoch“,

„mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“,

„das muss ich erstmal verdauen…“

Die Verdauungsorgane sind somit eng mit den Gefühlen und dem Emotionalkörper verknüpft.

 

Erkenntnisse der Schulmedizin

Mittlerweile gibt es auch schul-medizinische Erkenntnisse, die anerkennen, dass allgemeine Erkrankungen des Verdauungsapparates, einschließlich Gallenkoliken, Magengeschwüre, Verstopfung, Darmentzündungen oder Reizdarm oft psychische Ursachen haben können.

Hier finden wir den Zusammenhang zu dem, was wir mit unseren äußeren Sinnen aufnehmen und wie wir diese „Informationen“ innerlich verarbeiten.

 

Aufgaben des Verdauungstraktes

Die Aufgabe des Verdauungsapparates ist es, unseren Körper mit Energie und Nährstoffen zu versorgen, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Damit der Körper diese Nährstoffe in jeder Zelle aufnehmen kann, muss die Nahrung von den Verdauungsorganen in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt werden.

 

Weg der Nahrung durch den Körper

Auf der körperlichen Ebene durchläuft die Nahrung einen etwa 12 Meter langen Kanal. Die Nahrung wird von der Mundhöhle über den Rachen in die Speiseröhre, den Magen, Zwölffingerdarm, in den Dünndarm transportiert. Von da gelangt sie in den Dickdarm und weiter in den Enddarm. Von hier werden dann die nicht verwertbaren Anteile über den After ausgeschieden.

Bei der Verdauung der Nahrung helfen noch Leber, Galle, Gallenblase, und Bauchspeicheldrüse. Sie produzieren entsprechende Enzyme, die die Nahrung aufspalten damit der Körper die Nährstoffe aus der Nahrung über Blut und Lymphe aufnehmen kann.

 

Wie die Organe funktionieren

Der Speisebrei wird über Bewegungen der Muskulatur in den Organen bewegt. Diesen Vorgang nennt man Peristaltik. Dabei spannt sich die Organmuskulatur an, schiebt den Nahrungsbrei weiter, entspannt sich wieder, damit nichts zurückfließen kann.

 

Aufrichtung und Organe

Die Aufrechte Haltung ist für die Gesundheit der Organe entscheidend! Wenn wir unser Bewusstsein auf die Organe lenken, entlastet dies nicht nur den Bewegungsapparat und die Aufrichtung des Menschen, sondern verbessert auch die Stoffwechselfunktionen wie z. B. die Verdauung. Viele Probleme, die wir in der Muskulatur oder den Gelenken spüren, haben ihre Ursache in ungünstigen Organ-Haltungen und Bewegungen.

Wenn du dir die Organe wie einen langen „Sack“ vorstellst, der in das Skelett eingehängt wird, dann wird deutlich, dass das Organsystem von der Aufrichtung des Menschen abhängig ist. Genauso beeinflusst die Organspannung die Aufrichtung des Skeletts. Kannst du dir vorstellen, dass schlaffe Organe eine schlaffe Körperhaltung bewirken und damit natürlich auch die Muskulatur, die für die Aufrichtung des Menschen sorgt, schlechter durchblutet wird?

Im Umkehrschluss bewirkt eine aufgespannte Körperhaltung nicht nur eine Entlastung der Wirbelsäule mit den Bandscheiben sondern bietet günstige Voraussetzungen für die Lage der Organe im Körper. Diese haben mehr Raum im Rumpf, werden damit besser durchblutet und ernährt.

 

Nervensystem beeinflusst den Verdauungsvorgang

 

Die Organfunktionen werden hauptsächlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es arbeitet unwillkürlich und reagiert automatisch auf das, was vom Körper gebraucht wird. Hier unterscheiden wir den „Sympathikus“ und „Parasympathikus“.

Der Sympathikus stellt sinnbildlich Energie bereit für die Situation „Kampf u. Flucht“. Er ist also aktiv wenn wir schnell handeln müssen.

Der Parasympathikus ist der sogenannte „Erholungs-Nerv“.

Für das Verständnis der Organfunktion ist wesentlich, dass die Organe überwiegend vom Parasympathikus gesteuert werden. Das bedeutet, dass die Organe in Ruhe besonders effektiv arbeiten. Daher kommt es auch, dass wir meistens den Stuhl entleeren, wenn wir Ruhe und Zeit haben.

 

Wie Yoga die Organe unterstützen kann

Da der Nahrungsbrei über die „Peristaltik“ weiter transportiert wird, gibt uns das einen guten Hinweis darauf, wie wir die Organe bei ihrer Arbeit unterstützen können.

Als Yogaübungen kommen deshalb in Betracht: Vorbeugen, Drehungen, dynamische Aktivierung der Bauchmuskulatur. Diese Übungen regen die Durchblutung der Organe an und fördern den Transport der Nahrung.

Da der Parasympathikus die Verdauung steuert, hilft Yoga uns über:

😆 die ruhig ausgeführten Körperübungen in Verbindung mit dem Atem,

😆 über die Zeit, die wir uns nehmen und

😆 die gezielte Konzentration auf die inneren Organe,

😆 die Atemlenkungen

den Verdauungsvorgang zu unterstützen.

 

Zeit und Ruhe nehmen

Wichtig ist, dass der Körper das Signal bekommt:
„Jetzt ist die Zeit da, in der ich entleeren kann“.
Ich habe für mich festgestellt, dass sich der Körper merkt, wann die beste Zeit des Tages ist, in der wir Ruhe haben für den Entleerungsvorgang.

Bei mir ist das die Zeit morgens zwischen 9.00 und 10.00 Uhr. Wenn ich zu der Zeit unterwegs bin, dann bekomme ich oft den Entleerungsimpuls am Nachmittag nochmal. Im Gespräch mit mehreren Teilnehmern ist diese Zeit für jede individuell!

Doch immer ist es die Zeit, in der die Menschen Ruhe haben. Der Körper reagiert auf die Reize der Außenwelt ganz empfindlich!

 

Im Urlaub Verstopfung?

Viele Teilnehmer berichten mir, dass sie im Urlaub die ersten Tage ein Problem mit der Verdauung haben. Da der Körper sich auf neue Gegebenheiten, andere Ernährung und den neuen Tagesablauf einstellen muss, erklärt sich, dass das Nervensystem Zeit braucht, um die neuen Informationen zu verarbeiten. Stellt sich dann auch hier ein geregelter Rhythmus ein, funktioniert die Verdauung wieder.

 

Stress reizt die Organe

Da im täglichen Alltag unsere Sinne immer mehr gefordert werden, bleibt uns oft nicht genügend Zeit, die erlebten Situationen und Herausforderungen angemessen zu verarbeiten. Unser Nervensystem reagiert mit Stress und Überreizung, Nervosität, Schlafstörungen. Da unser Nervensystem eng mit dem Organsystem in Verbindung steht, bleiben auch die inneren Organe davon nicht unberührt.

 

Gefühle im Fluss halten

Insbesondere unverarbeitete Gefühle lassen sich als Emotionen wie kleine „Triggerpunkte“ in den Organen nieder. Wie Müll, der irgendwann entsorgt werden muss. Ansonsten belasten sie unser inneres Organ- und Nervensystem. Im Körper werden alle unverarbeiteten Erfahrungen und Ereignisse gespeichert und formen den sogenannten „Schmerzkörper“.

Immer wenn ich im Alltag eine ähnliche Situation erlebe, werden die Emotionen wieder wachgerufen, sorgen für ähnliche Reaktion von Vermeidung oder Flucht und die Emotion wird dadurch verstärkt. Insbesondere Emotionen, die wir als negativ bewerten, wie z. B. Schmerz, Angst, Wut, Trauer drängen mehr und mehr ins Bewusstsein und wollen „erlöst“ werden.

 

Schmerzkörper wird aktiviert

Ansonsten verstärken sie den Schmerzkörper, der mit Schmerzen agiert, damit der Mensch sich mehr der Innenarbeit widmet.

Letztlich führt der angehäufte „Müll“ der unverarbeiteten Emotionen zu weiteren Schmerzen und Krankheiten im Körper. Ganz oft sind die Organe davon betroffen!

 

Schlüssel zum Wohlbefinden

Ein Schlüssel, um die erlebten Gefühle schnellstmöglich und am besten sofort im Augenblick zu verarbeiten, bzw. zu verdauen, ist die „ACHTSAMKEIT IM AUGENBLICK“.

Die Gefühle wollen verdaut werden. Sie wollen sich entspannen.

Wenn du selbst die Verantwortung für deine Gefühle übernimmst und ihnen mit der ACHTSAMTKEIT IM AUGENBLICK begegnest, löst sich der SCHMERZKÖRPER auf. Dies wirkt sich wohltuend auf deine Organe und dein gesamtes Körpersystem aus.

Auch die Yogapraxis ist eine gute Möglichkeit, emotionalen Stress zu verarbeiten. In den Ruhephasen, in denen der Körper tiefer wahrgenommen wird, können die Emotionen ins Bewusstsein kommen, angeschaut und angenommen werden!

 

Emotionen im Alltag erlösen

Alltagsübung:

Begegne deinen Emotionen und lerne sie im Augenblick auszudrücken.

Frage dich immer mal wieder im Alltag:

➡ „Was fühle ich gerade – in meinem Körper als Empfindung?“ (Beispiele: Wärme, Kälte, Spannung, kribbeln, Taubheit, Schmerz….)

➡ „Welches Gefühl nehme ich gerade wahr? (Beispiele: Ich fühle mich gerade ärgerlich, wütend, traurig, dumpf, nüchtern, freudig, aufgeregt, ängstlich….)

➡ „Gibt es eine Stelle in meinem Körper, wo ich das Gefühl intensiver wahrnehmen kann?“ (Beispiele: im Magen, in den Schultern, im Rücken…..)

Benenne alles was du gerade wahrnimmst innerlich und bleibe für einen Moment in der Beobachtung des Gefühls an der Stelle deines Körpers, die du gerade intensiv wahrnimmst.

Allein schon durch die Wahrnehmung des Gefühls und deines Körpers verändert sich die Emotion und verwandelt sich, so dass sie nicht mehr als emotionaler Müll aufbewahrt werden muss.

 

Bring deine Organe auf Kurs

Wenn du möchtest, kannst du dir hier einen

„Minikurs“ zu den Verdauungsorganen 

kostenlos herunterladen.

Es enthält eine gezielte Heil-Yoga® Übungssequenz „Entfache dein Verdauungsfeuer“ und eine Meditation „Lichtdusche“ für deine Organe!

 

 

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